Unsere Reisen in Nordostthailand

Unterwegs im Isan

Der nordöstliche Teil Thailands (phak tawan oog schiang nüa, ภาคตะวันออกเฉียงเหนือ), auch Isan (อีสาน) genannt, umfasst eine Fläche von etwa 160.000 Quadratkilometern und ist grob deckungsgleich mit dem Khorat-Plateau (ที่ราบสูงโคราช, Thirabsung Khorat), das von den Phetchabun-Bergen (ทิวเขาเพชรบูรณ์) im Westen in Richtung Mekong (แม่น้ำโขง) abfällt.

Das Plateau besteht wiederum aus zwei Hauptebenen: der südlich gelegenen Ebene von Khorat, die von den Flüssen Mä Nam Chi (แม่น้ำชี) und Mä Nam Mun (แม่น้ำมูล) durchzogen wird, und der nördlichen Sakon Nakhon-Ebene mit den Flüssen Mä Nam Loei (แม่น้ำเลย) und Mä Nam Songkhram (แม่น้ำสงคราม).

Die beiden Ebenen werden getrennt durch den Phu-Phan-Höhenzug (เทือกเขาภูพาน). Der Boden ist überwiegend sandig und von Salzablagerungen durchzogen. Der Mekong bildet im Norden und Osten des Isan die Grenze zwischen Thailand und Laos, während der Süden der Region an Kambodscha grenzt.

Der bedeutendste thailändische Quellfluss des Mekong, der Mä Nam Mun, entspringt im Khao-Yai-Nationalpark (อุทยานแห่งชาติเขาใหญ่) bei Nakhon Ratchasima (นครราชสีมา) und fließt ostwärts, um in der Provinz à LINK Ubon Ratchathani (อุบลราชธานี) in den Mekong zu münden. Der andere Hauptfluss der Region, der Mä Nam Chi, fließt durch den Zentral-Isan, bevor er sich nach Süden wendet und in à LINK Si Sa Ket (ศรีสะเกษ) den Mun trifft. Auch die kleineren Flüsse Mä Nam Loei und Mä Nam Songkhram fließen dem Mekong zu.

Vom 9. bis 13. Jahrhundert standen weite Teile des heutigen Isan unter dem Einfluss des Khmer-Reichs von Angkor. Nach dem Zerfall des Reichs der Khmer ab dem 13. Jahrhundert war die Khorat-Hochebene ein Puffergebiet zwischen dem siamesischen Königreich Ayutthaya (อาณาจักรอยุธยา, 1351-1767) im heutigen Zentralthailand und Lan Chang (ล้านช้าง), einem Netzwerk von Lao-Staaten im Flusstal des Mekong.

Im Jahr 1778 mussten die drei aus dem zerbrochenen Lan Chang hervorgegangenen Lao-Königreiche Luang Prabang (หลวงพระบาง), Vientiane (เวียงจันทน์) und Champasak (อาณาจักรล้านช้างจำปาศักดิ์) das siamesische Königreich Thonburi (อาณาจักรธนบุรี) als Suzerän anerkennen.

Nach der erfolglosen Rebellion des Lao-Königs Anuvong (เจ้าอนุวงศ์) von Vientiane 1827/28 verlor Vientiane seine Autonomie. 1893 musste Siam, nach dem Pak Nam-Zwischenfall (สงครามฝรั่งเศส-สยาม) und einem kurzen französisch-siamesischen Krieg, alle östlich des Mekong gelegenen Länder der Lao an Frankreich abtreten. Der Mekong, der bis dahin die wichtigste Verbindungsader des Lao-Gebietes war, wurde nun zum Grenzfluss zwischen einem siamesisch und einem französisch kontrollierten Teil (nach dem Ende der Kolonialherrschaft der heutige Staat Laos).

Ungefähr zur gleichen Zeit begann der siamesische König König Phrabath Somdet Phra Chunchomklao Chao Yu Hua (พระบาทสมเด็จพระจุลจอมเกล้าเจ้าอยู่หัว), kurz Rama V., die Randgebiete seiner Herrschaft in den siamesischen Staat zu integrieren und im Rahmen des Thesaphiban (เทศาภิบาล)-Systems direkt der Zentralregierung zu unterstellen. Um die eigenständige ethnische Identität zu verdecken und nicht weitere Gebietsansprüche des französischen Kolonialreichs und seines Protektorats Laos zu rechtfertigen, vermied die siamesische Regierung zunehmend, ihre Untertanen als Lao zu bezeichnen und prägte stattdessen die Bezeichnung Isan (Pali für Nordosten) für die von ethnischen Lao besiedelten Gebiete auf der Khorat-Hochebene.

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